Heute 11—18 Uhr geöffnet

MARY WARBURG

»Auf Augenblicke frei und glücklich«
Pastelle, Zeichnungen, Plastiken
13. Februar – 12. Juni 2022

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»Ich möchte mal ein solches Bild malen, das jeden, der es ansieht, auf Augenblicke frei und glücklich macht.«

Mary Warburg, 1894

Die Hamburgerin Mary Warburg, geb. Hertz (1866–1934), gehört bis heute zu den weitgehend unbekannten Künstlerinnen der Moderne. Bereits zu Lebzeiten stand sie im Schatten ihres Ehemanns, des Kunsthistorikers Aby Warburg (1866–1929), der durch seine Kulturwissenschaftliche Bibliothek und den epochalen Bilderatlas Mnemosyne Berühmtheit erlangte.

Nun würdigt das Ernst Barlach Haus Mary Warburg Anfang 2022 mit einer Werkschau, die rund 50 Arbeiten aus fast ebenso vielen Jahren versammelt – Jahre, in denen sich Warburgs künstlerische Ambitionen immer wieder gegen gesellschaftliche Konventionen und familiäre Verpflichtungen behaupten mussten. Zu sehen sind Zeichnungen, Pastelle und plastische Arbeiten, deren Auswahl Warburgs Hauptinteressen folgt. In ihren stimmungsvollen Reisebildern, impressionistisch gefärbten Hamburg-Ansichten und Porträts von Familienmitgliedern und Freunden zeigt sie sich als feinfühlige Beobachterin mit wachem Auge und geschulter Hand.

Grundlage für die Schau ist eine 2020 von Bärbel Hedinger und Michael Diers herausgegebene Monografie, die Warburgs Schaffen in Aufsätzen und einem kommentierten Werkverzeichnis vorstellt (536 Seiten mit 900 farbigen Abbildungen, gebunden, Hirmer Verlag, 68 Euro).