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Norbert Prangenberg

»Formfreude«. 70 Werke zum 70. Geburtstag
23. Juni – 15. September 2019

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Über die Grenzen von Malerei, Zeichnung und Skulptur hinweg entfaltete Norbert Prangenberg (1949–2012) ein eng vernetztes und weit verzweigtes Werk. Es vereint archaische Zeichenhaftigkeit und barocke Farbenpracht, geometrische Klarheit und organisches Wuchern, sinnenfrohe Üppigkeit und empfindsame Spiritualität.

»Manche meiner Dinge sind verspielt oder haben Lust am Schnörkel, Lust am Spontanen, eine gewisse Formfreude. Aber das Leben ist ja auch nicht deshalb unernst, weil man ab und zu sehr viel Spaß hat. Im Gegenteil, das macht es vielleicht noch tiefer.«

Norbert Prangenberg, 2000

Als Teilnehmer der documenta 7 wurde Norbert Prangenberg 1982 international bekannt, 1993 übernahm der ausgebildete Goldschmied eine Professur für Keramik und Glasmalerei an der Münchener Kunstakademie. Die nicht selten lebensgroßen Hohlkörper, die Prangenberg seither aus glasiertem Ton gestaltete und Figuren nannte, sind imposante Charaktere von eigenwilliger Schönheit. Sie stehen im Zentrum einer Hommage, die Prangenbergs Suche nach Objekten mit Ausstrahlung folgt und sich dabei ein Leitmotiv seines Schaffens zum Titel nimmt: »Formfreude«.